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Auslöseverzögerung

Die Auslöseverzögerung ist die Zeitspanne, die zwischen dem Drücken des Auslösers und der Bildaufzeichnung vergeht.

[bearbeiten] Ursachen

Durch den Druck auf den Auslöser werden sowohl bei herkömmlichen als auch bei Digitalkamera verschiedene Abläufe aktiviert:

  • Bei Kameras mit Autofokus stellt ein Motor die Entfernung ein.
  • Bei manchen Sucherkameras und allen Spiegelreflexkameras mit Offenblendmessung wird die Arbeitsblende eingestellt.
  • Bei Spiegelreflexkameras wird der Schwingspiegel betätigt.
  • Zur Mechanik kommen bei elektronisch gesteuerten Kameras weitere Abläufe hinzu, die besonders bei kompakten Digitalkameras störend wirken können.

Bei einer Digitalkamera wird die Auslösung hauptsächlich durch interne Signalverarbeitung und die Fokussier­geschwindigkeit des Autofokus verzögert. Schaltet man den Weißabgleich und/oder das Display ab, wird der Prozessor der Kamera entlastet und die Auslöseverzögerung verringert sich.

[bearbeiten] Richtwerte

Während digitale Spiegelreflexkameras mittlerweile annähernd verzögerungsfrei auslösen, können die Auslöse­verzögerungen bei kompakten Digitalkameras bis zu einer Sekunde betragen. Umgehen lässt sich dies mit einem Hybrid-Autofokus, der über einen unabhängigen AF-Sensor verfügt. Dadurch kann bei durchschnittlichen Aufnahme­entfernungen eine Verzögerung von weniger als 0,1 Sekunden erreicht werden. Einzige Einschränkung: Bei Nah- und Makroaufnahmen funktioniert dieses Verfahren nicht.

In den Datenblättern der Hersteller findet man leider selten Angaben zur Auslöseverzögerung. Falls überhaupt angegeben, beziehen sich die Angaben auf die Auslöseverzögerung nach der Fokussierung.

[bearbeiten] Siehe auch

Weitere Aspekte, die die Geschwindigkeit einer Digitalkamera beeinflussen: