Die Brennweite bezeichnet im physikalischen Sinne den Abstand des Brennpunkts von der Hauptebene eines optischen Systems. In der Praxis beschreibt die Brennweite den optischen Vergrößerungsfaktor eines Objektivs.
Angegeben wird die Brennweite in Millimetern. Bei Zoom-Objektiven wird ein Bereich von der Anfangs- bis Endbrennweite angegeben. Gängige Brennweitenklassen sind:
- Kurze Brennweiten (Weitwinkel, typischerweise 24-35 mm) sind für Innenaufnahmen, Landschaftsaufnahmen oder Architekturfotos wichtig, damit man möglichst viel vom Motiv aufs Bild bekommt. Leider sind echte Weitwinkel bei Digitalkameras selten, oft fängt der Zoombereich erst bei 38 mm an.
- Mittlere Brennweiten (Normalobjektiv, ca. 50 mm) dienen für Aufnahmen, bei denen das Motiv etwa so abgebildet wird, wie es der Betrachter im normalen Gesichtsfeld wahrnimmt.
- Lange Brennweiten (ab 100 mm) benötigt man, um Entferntes nahe heranzuholen - sehr wichtig z.B. bei der Tierfotografie, bei Sportaufnahmen und generell in allen Situationen, in denenman sich dem Motiv nicht nähern kann.