Der nach der CMOS-Technologie benannte CMOS-Sensor ist eine Alternative zum CCD-Sensor und dient ebenfalls der digitalen Erfassung des Bildes.
Nach Überwindung anfänglicher Schwächen dieser Technologie werden CMOS-Sensoren heute vor allem in digitalen Spiegelreflexkameras verwandt, da ihre Rauschwerte niedriger sind als die von CCD-Chips.
Darüber hinaus ist der Energieverbrauch von CMOS-Sensoren um rund 90 Prozent niedriger als der von CCD-Sensoren. Auch die Empfindlichkeit gegenüber ultraviolettem und Infrarot-Licht ist geringer, so dass sich durch diese unsichtbaren Frequenzbereiche geringere Bildstörungen ergeben.
Vorteile
- Geringer Stromverbrauch
- Kostengünstige Herstellung in großen Stückzahlen
- Es lassen sich mehrere Pixel gleichzeitig auslesen.
- Die Auslesesteuerung kann direkt auf dem Sensor integriert werden (System on Chip).
- Flexibler auszulesen (schneller Preview, Video, Binning, mehrfaches Auslesen)
- Nicht-rechteckige Pixel (Bienenwaben) möglich
- Verschiedene Pixelarten (Größe, Empfindlichkeit) sind kombinierbar
- Manche Verarbeitungsschritte können gleich im Pixel-Verstärker vorgenommen werden, z. B. Logarithmierung beim HDRC (High Dynamic Range CMOS) Sensor.
- Sehr hohe Bildraten im Vergleich zu einem gleich großen CCD-Chip
Nachteile
- Geringerer Füllfaktor (Verhältnis der photoempfindlichen zur gesamten Pixelfläche)
- Größere Empfindlichkeitsunterschiede zwischen den Pixels, was zu einem stärkeren Farbrauschen führt
- Übliche CMOS-Sensoren sind weniger lichtempfindlich als CCD-Sensoren (Ausnahme: teure Spezialsensoren)