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GlossarEin Makro-Objektiv wird für Nahaufnahmen bei extrem geringem Motivabstand eingesetzt. Eine wichtige Größe dabei ist der Abbildungsmaßstab: Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:2 ist das Bild halb so groß wie das Objekt, bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wird das Objekt in Originalgröße auf dem Film oder Sensor abgebildet.
Unsinnigerweise geben die meisten Hersteller gerade bei digitalen Kompaktkameras statt des maximalen Abbildungsmaßstabs lediglich den kürzest möglichen Abstand zum Objekt an, der jedoch keinen unmittelbaren Rückschluss auf den effektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab zulässt.
Als makrofähig wird ein Objektiv ab einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:4 bezeichnet. Standard-Objektive ohne Makro-Funktion verfügen sowohl mit Festbrennweite als auch als Zoomobjektiv über maximale Abbildungsmaßstäbe zwischen 1:7 und 1:9.
Spezielle Makro-Objektive werden von den meisten Herstellern mit Brennweiten zwischen 50 bis 100 mm angeboten. Darüber hinaus sind für größere Aufnahmeabstände Makro-Objektive mit Brennweiten zwischen 180 oder 200 mm erhältlich. Der Abbildungsmaßstab dieser Objektive beträgt in der Regel 1:2 oder 1:1.
Die Makro-Funktionen von Zoom-Objektiven sind nur ein Kompromiss: In der Regel wird innerhalb des Objektivs eine Linsengruppe verschoben, um Fehler bei einer objektnahen Abbildung zu verringern. Die Makro-Abbildungsschärfe eines Zoomobjektivs ist dabei erheblich geringer als die eines speziellen Makro-Objektivs mit fester Brennweite, denn die gleichzeitige Korrektur der Bildfehler für mehrere Brennweiten und verschiedene Objektabstände ist in Zoomobjektiven nur schwer umsetzbar.
Eine Alternative zu einem teuren Makro-Objektiv - jedoch ebenfalls mit Abstrichen bei der Bildqualität - ist eine Nahlinse.