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Normalobjektiv

Normalobjektive sind Objektive mit einer Brennweite, die in etwa der Diagonalen des Aufnahme-Bildformats entspricht. Ihr diagonaler Bildwinkel beträgt unabhängig vom Aufnahmeformat rund 46 Grad.

Verfügen Objektive über eine kürzere Brennweite und einen größeren Bildwinkel als Normalobjektive, werden sie entweder als Weitwinkel- oder Retro-Objektive bezeichnet. Ist die Brennweite eines Objektivs größer und der Bildwinkel kleiner, nennt man sie Teleobjektive.

[bearbeiten] Eigenschaften

In der Praxis hat sich für Kleinbildkameras eine Brennweite von 50 mm durchgesetzt, obwohl die Diagonale des Aufnahmeformats (24 mm x 36 mm) 43,3 mm beträgt. Auch Objektive mit einer Brennweite von 55 bis 60 mm werden von verschiedenen Herstellern noch in die Kategorie Normalobjektiv eingeordnet. Die fest montiertem Objektive von Kompaktkameras besitzen hingegen oft leichte Weitwinkelobjektive mit Brennweiten zwischen etwa 35 und 45 mm.

Normalobjektive erzeugen in den meisten Aufnahmesituationen einen natürlichen perspektivischen Eindruck. Wegen der hohen produzierten Stückzahlen und der relativ einfachen, optisch fast symmetrischen Konstruktion, sind Normalobjektive die preiswertesten lichtstarken Objektive. Sie bieten zudem hervorragende Abbildungseigenschaften.

Übliche Normalobjektive verfügen meist über Anfangsöffnungen von 1:1,8 bis zu 1:1,4. Andere, ebenso lichtstarke Objektive mit kleineren oder größeren Brennweiten sind wegen ihrer aufwändigeren Konstruktion erheblich teurer.