Ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit einer langen Brennweite. Seine Baulänge entspricht - bei konventioneller Bauweise - etwa der Brennweite. Teleobjektive mit gemäßigter Lichtstärke lassen sich sehr preiswert herstellen und bieten eine gute Bildqualität. Wirklich lichtstarke Varianten werden nicht angeboten, denn die Abbildungsfehler der einfachen Optik steigen bei großen Anfangsöffnungen stark an, so dass die Konstruktion eines solchen Objektivs sehr unhandlich würde.
Teleobjektive werden je nach Brennweite und Anwendungszweck in verschiedene Klassen eingeteilt. Die nachfolgen beschriebenen Klassen beziehen sich hinsichtlich der Brennweiten-Angaben und Bildwinkeln auf das Kleinbildformat. Bei anderen Kamerasystemen, besonders Digitalkameras mit kleineren Sensoren, ist der Brennweitenverlängerungsfaktor zu beachten.
- Als Portrait-Objektive gelten Teleobjektive mit Brennweiten zwischen etwa 80 und 105 mm (emtsprechend Bildwinkeln ziwschen 30 und 24°), teilweise auch bis 135 mm. Sie sind wegen ihrer verringerten Schärfentiefe verzerrungsfrei und lassen sich bei normalen Lichtverhältnissen meist ohne Stativ verwenden.
- Standardteleobjektive sind Objektive mit einer Brennweite zwischen etwa 135 und 200 mm (entsprechend Bildwinkeln ziwschen 18 und 12°), die sich für die Reise- oder Naturfotografie eignen. Bei schlechten Lichtverhältnissen sollte bei diesen Brennweiten ein Stativ benutzt werden, um Verwacklungen zu vermeiden.
- Superteleobjektive nennt man Teleobjektive mit Brennweiten ab 300 mm Brennweite (und dementsprechend Bildwinkeln kleiner als 8°). Sie werden als lichtstarke Modelle (1:2,8 bis 1:4,0) häufig in der Tier- und Sportfotografie verwendet, sind jedoch relativ schwer und lassen sich deshalb kaum ohne ein Stativ nutzen.