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Zoomobjektiv

Ein Zoomobjektiv (kurz auch Zoom genannt) ist ein Objektiv mit variabler Brennweite.

Digitale Kompaktkameras sind standardmäßig mit Zoomobjektiven ausgestattet, bei Spiegelreflexkameras kann der Fotograf zwischen Zoomobjektiven und Objektiven mit fester Brennweite wählen.

[bearbeiten] Funktion

Die wichtigste Eigenschaft von Zoomobjektiven ist die Möglichkeit zur stufenlosen Veränderung der Brennweite bzw. des Bildausschnitts. Dazu wird entweder manuell oder über einen Motor am Objektiv ein Ring gedreht bzw. verschoben, der wiederum die Linsenelemente innerhalb das Objektivs verschiebt.

Da Zoomobjektive relativ leicht und kostengünstig sind, bieten sie eine Alternative zu einem Satz von Objektiven mit fester Brennweite wie Weitwinkel- bis hin zu Teleobjektiven. Auf einem Zoomobjektiv wird im Gegensatz zu einem festbrennweitigen Objektiv nicht nur eine Brennweite, sondern der gesamte Brennweitenbereich angegeben, z.B. 28 - 70 mm oder 80 - 200 mm. Von Vorteil sind Zoomobjektive vor allem dann, wenn für einen Objektivwechsel keine Zeit bleibt (z.B. bei sich schnell ändernden Motiven) oder die Umgebungsbedingungen dies nicht zulassen (Schmutz, Feuchtigkeit ...).

[bearbeiten] Eigenschaften

Da die Konstruktion eines Zooms stets einen Kompromiss darstellt, ist die Abbildungsleistung von Zoomobjektiven immer schlechter als die von Objektiven mit einer Festbrennweite. Zudem sind sie lichtschwächer, die minimale Blendenzahl ist also größer: Gängige Blendenzahlen sind beim Kleinbildformat 4,5 bis 5,6 oder 2,8 6 bei sehr guten Zoomobjektiven.

Wenn sich Zoomobjektive - wie bei digitalen Kompaktkameras häufig der Fall - komplett ins Kameragehäuse einfahren lassen, ist ihre Konstruktion häufig ein Kompromiss aus den optischen Anforderungen und einer kompakten Bauweise. Linsenfehler sind hier häufig nicht optimal korrigiert, so dass deutliche Verzeichnungen besonders im Weitwinkelbereich auftreten können.

Auch die Makro-Funktion der meisten Zooms ersetzt qualitativ kein echtes Makro-Objektiv. Die Bildqualität leidet besonders durch die Bildfeldwölbung und durch geometrische Verzeichnungen im Nahbereich.