Kaufberatung
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GlossarWer eine Spiegelreflexkamera kauft, steht früher oder später vor der Frage, welches Objektiv respektive welche Objektive er anschaffen soll. Vieles spricht dafür, diese Frage bereits vor dem Kauf der Kamera zu beantworten: Die meisten Hersteller bieten entsprechende Kits aus Kamera und Objektiv an, mit denen sich im Vergleich zum Kauf der Einzelprodukte etwas Geld sparen lässt. Manche Online-Shops "bundeln" zudem Kameras mit Objektiven von Drittherstellern wie Sigma - auch hier ergibt sich in der Regel ein Preisvorteil.
Ganz gleich, ob Kit oder späterer Objektivkauf: Zur "Standardausstattung" der meisten Spiegelreflex-Fotografen dürfte ein Universalzoom gehören, dass den Bereich von Weitwinkel bis leichtem Tele abdeckt. Mit einem solchen Objektiv lassen sich die meisten Aufnahmesituationen ohne Objektivwechsel abdecken. Gängige Brennweiten sind von ca. 24 bis 70 mm - je nach Sensorgröße entspricht dies bei Verwendung an einer Digitalkamera einer effektiven Brennweite von 40 bis 100 mm.
Die nächste Anschaffung der meisten Fotografen ist ein Telezoom mit einer Brennweite von 70 bis 200 oder 300 mm mit Lichtstärken von 3,5 bis 4,5. Ideal sind diese Objektive für die Tier- oder Sportfotografie, solange genug Licht zur Verfügung steht.
Objektive mit fester Brennweite bieten in der Regel eine deutlich höhere Lichtstärke und zumeist eine bessere Abbildungsqualität als Zoomobjektive. Allerdings fehlt ihnen naturgemäß die Flexibilität von Zoomobjektiven. Als Universalobjektive für Alltagssituationen sind Zoomobjektive daher meist die bessere Wahl, aber für die bewusste Gestaltung anspruchsvoller Motive sind Festbrennweiten immer noch erste Wahl.
Gerade beim Kauf eines Teleobjektivs ist der bei neueren Objektiven angebotene integrierte Bildstabilisator ein wahrer Segen: Selbst mit Brennweiten von 300 mm lässt sich dank Bildstabilisator noch "aus der Hand" fotografieren - und das, ohne auf ultrakurze Belichtungszeiten angewiesen zu sein.
Viele neue Kameras haben bereits einen Bildstabilisator im Body integriert, der zumindest in Standardsituationen eine deutlichen Blendengewinn ermöglicht.
Im Laufe der Zeit haben viele Hersteller ihre eigenen Objektivanschlüssen entwickelt, von denen die meisten seit mehreren Jahrzehnten ohne machanische Änderungen verwendet werden. Die so genannten Bajonette sind nur minimal modifiziert worden, um z.B. Steuerungsfunktionen vom Kamera-Body an das Objektiv zu übermitteln. Dennoch bleiben alte Objektive zu neueren Kameras in der Regel kompatibel - allenfalls mit Einschränkung der Automatikfunktionen. Um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, haben sich die Newcomer auf dem Markt der digitalen Spiegelreflexkameras, wie z.B. Panasonic und Samsung, an bereits vorhandene Standards angeschlossen, da deren erste Kameras zum Teil auch nur Lizenzbauten von Kameras renommierter Hersteller waren.
Lediglich "Four Thirds" ist ein neu entwickelter Standard, der zu keinem älteren System kompatibel ist, aber dadurch den Anforderungen der digitalen Fotografie voll entsprechen kann.
| Anschlusstyp | Kompatibel mit | |
|---|---|---|
| Canon EF-S | Canon | Objektive für Canon-Kameras |
| Nikon-F | Nikon, Fujifilm | Objektive für Nikon-Kameras |
| Minolta-A | Minolta, Konica-Minolta, Sony | Objektive für Sony-Kameras |
| Pentax-K | Pentax, Samsung | Objektive für Pentax-Kameras |
| Sigma-SA | Sigma | Objektive für Sigma-Kameras |
| Four Thirds | Olympus, Kodak, Leica, Panasonic, Sanyo | Objektive für Olympus-Kameras |